Kickboxen - Kampfsport mit Hand und Fuß

Kickboxen ist das optimale Training für Kraft, Ausdauer, Kondition und Beweglichkeit. Ob Semikontakt, Leichtkontakt oder Vollkontakt, Kickboxen ist vielfältig und macht Spass.

Kickboxen findet seinen Ursprung in den traditionellen Kampfkünsten Karate und TaeKwonDo und entstand aus der Verschmelzung verschiedener ostasiatischer Kampfstile mit der westlichen Kampfsportart Boxen.

Im Kickboxen findet man die optimale Möglichkeit, neben einem Ganzkörper-Fitnesstraining die konditionellen Fähigkeiten wie etwa Schnellkraft und Ausdauer zu trainieren. Außerdem werden Geschicklichkeit ,Reaktionsschnelligkeit und Mut geschult, Selbstvertrauen und Entschlossenheit gefördert. Das Training in Karls Fightclub erfolgt überwiegend im geschützten Leicht- und Semikontakt, wobei eine weit fortgeschrittene Gruppe bei Turnieren auch im Vollkontakt kämpft. Kickboxer entwickeln im Training ein hohes technisches Können, taktische Intelligenz, außerordentlich gute Kondition, Willensstärke und Fairness/Team Spirit. In Karls Fightclub stehen dabei sportliche Disziplin und Teamgeist als Ziele ganz oben. Ergänzt wird das Trainingskonzept durch fetzigen Sound und Spass am Sport.

Wettkampf

Es gibt verschiedene Wettkampfarten, in denen sich Gegner gleicher Gewichtsklassen im Ring bzw. auf der Matte gegenüber stehen.

Semikontakt

Beim Semikontakt wird nach jedem erfolgreichen Treffer am Körper des Gegners der Kampf kurzzeitig unterbrochen, und die Kämpfer begeben sich wieder in die Ausgangsstellung. Jeder Treffer wird während dieser kurzen Unterbrechung von drei Kampfrichtern bewertet. Können sich die Kampfrichter nicht mehrheitlich auf eine Bewertung einigen, gibt es keinen Punkt, denn die Techniken sollen sauber und eindeutig ausgeführt werden. Letztendlich gewinnt derjenige der am meisten Punkte zugesprochen bekommt.
Semikontaktkämpfe werden häufig auf Matten und nicht im Boxring ausgetragen. Die Größe der Kampffläche variiert zwischen 6x6 und 8x8 Metern.
Jede saubere Technik, die ein erlaubtes Ziel erreicht und mit leichtem Kontakt trifft, wird je nach Schwierigkeitsgrad mit folgenden Trefferpunkten bewertet(Die Punkte können bei verschiedenen Verbänden variieren):

  • 1 Punkt für erlaubte Handtechniken aller Art zum Kopf und/oder Körper
  • 1 Punkt für erlaubte Fußtechniken aller Art zum Körper
  • 1 Punkt für Fußfeger, klares Brechen des Gleichgewichts, Gegner geht zu Boden
  • 2 Punkte für erlaubte Fußtechniken aller Art zum Kopf
  • 2 Punkte für Fußfeger mit sofortiger Folgetechnik
  • 2 Punkte für erlaubte Sprungfußtritte zum Körper
  • 3 Punkte für erlaubte gesprungene Fußtechniken aller Art zum Kopf

Leichtkontakt

Beim Leichtkontakt wird meist auf Matten gekämpft. Das Ziel ist es, mehr Treffer als der Gegner zu erzielen. Im Gegensatz zum Semikontakt wird nicht nach jedem erzielten Treffer unterbrochen, sondern weitergekämpft. Das Tragen von Schutzausrüstung (geschlossene, meist 10 oz Handschuhe bei Männern, 8 oz bei Frauen, Fuß- und Schienbeinschutz, Kopfschutz, Tiefschutz, Brustschutz bei Frauen und natürlich ein Gebissschutz) ist Pflicht. Leichtkontakt ist technisch und vor allem konditionell sehr fordernd und anspruchsvoll. Im Turnierbetrieb gehören die Leichtkontaktkämpfe zu den Highlights solcher Veranstaltungen. Jede Runde ist durch jeden Punktrichter einzeln zu bewerten. Die Bewertungen einer Runde soll erfolgen: Nach der Anzahl der tatsächlichen Treffer. Außerdem kann nach jeder Runde ein Hilfspunkt für die bessere Technik und Taktik vergeben werden, der sich nach folgenden Kriterien zusammensetzt:

  • Wirksamkeit der Angriffe
  • Kombinationsfähigkeit
  • Sauberkeit des Kampfstils
  • Wirksamkeit der Verteidigung
  • Ausgeglichenheit von Hand- und Fußtechniken
  • Gesamteindruck der sportlichen Leistung

Die Kriterien nach denen sich der Hilfspunkt zusammensetzt, gelten sowohl als auch für Leicht- und Vollkontakt.

Vollkontakt

Die Vollkontakt-Variante des Kickboxens wird im Gegensatz zu den anderen Kampfstilen in einem Boxring ausgetragen. Dabei kann der Kampf nicht nur über Punkte gewonnen werden, sondern auch durch K.O.. Dies kann sowohl durch einen Niederschlag des Gegners (K.O.) erfolgen, wie auch durch die Kampfunfähigkeit des Gegners (technischer K.O.). Bei vielen Vollkontaktkämpfen sind Tritte gegen die Oberschenkel erlaubt (Fullcontact mit Lowkicks). Vielfach wird von dieser Disziplin auch als sog. "Königsdisziplin" im Kickboxen gesprochen.

Punktewertung: (Auch hier können die Angaben, abhängig vom jeweiligen Verband abweichen)

  • 1 Punkt für erlaubte Handtechniken aller Art zum Kopf oder Körper
  • 1 Punkt für erlaubte Fußtechniken auf den Oberschenkel (nur bei Fullcontact mit Lowkicks)
  • 2 Punkte für erlaubte Fußtechniken aller Art zum Körper
  • 3 Punkte für erlaubte Fußtechniken aller Art zum Kopf
  • -1 Punkt für Schläge unter die Gürtellinie (*)

(*): (Hier ist der direkte Bereich unter der Gürtellinie, also den Schritt gemeint. Wie schon oben erwähnt, kann der Kick zum Oberschenkel erlaubt sein. Dies hängt vom Verband ab. Auch eine Vereinbarung zwischen den Verantwortlichen und den Kämpfer bzw. Kickboxställen ist möglich. Dies ist oft der Fall, wenn die Kämpfer in unterschiedlichen Verbänden kämpfen und sich das Regelwerk in diesem Punkt unterscheidet.)

 

K-1

 

Der Name „K-1“ steht einmal mit dem „K“ = Die Kampfkünste  und die „1“ für die Königsklasse- eben die Formel 1 im Kampfsport. Das heutige Kickboxen hat eine Weltweite Akzeptanz als moderne Sportart. In  Karls Fightclub kann jeder das Kickboxen trainieren unabhängig vom Alter, Geschlecht oder sportlichen Vorkenntnissen..

  • Das Gewicht der Kämpfer muss gleich oder ähnlich sein. Es gibt  Gewichtsklassen wie z.B. beim Boxen.
  • Kämpfer sollten nach Möglichkeit ähnliches Niveau vorweisen können.  Es wird die Kampfanzahl verglichen, jedoch verliert diese bei den Profis  an Wert, während sie bei Anfängern als sehr wichtig und Hauptaugenmerk  gilt.
  • Jeder Kampf geht über drei oder fünf Runden, mit einer Rundenlänge  von drei Minuten für die Profis, oder zwei Minuten für Anfänger.  Variationen möglich.
  • Der Kampf endet durch Knockout, Technischer Knockout, „Punkte“, „Disqualifikation“,  „Unentschieden“, „Kampflos“ oder „Aufgabe“.
  • Sowohl der Ringrichter als auch der Ringarzt haben volle Befugnisse,  den Kampf zu beenden.
  • Der Kampf wird von drei Kampfrichtern nach einem Zehn-Punkte-System  bewertet. (Der Gewinner der Runde erhält zehn Punkte, der Verlierer neun  oder weniger. Bei einem Unentschieden erhalten beide Kämpfer zehn  Punkte.)
  • Sollte nach drei Runden ein Unentschieden vorliegen, verfallen die  Punkte, und es folgen eine zusätzliche Runde. Die Kampfrichter bewerten  dann nur die zusätzliche Runde. Sollte nach den Zusatzrunden immer noch  ein Unentschieden vorliegen, bewerten die Kampfrichter sogar die  kleinsten Unterschiede und den Kampfrhythmus. Ein Kampf kann nur in  einem Unentschieden enden, wenn beide Kämpfer zeitgleich zu Boden gehen  und nicht wieder aufstehen.
  • Es gilt die „Drei-Knockdown-Regel“. Dreimal zu Boden gehen in einer  Runde resultiert in einem Technischer Knockout).
  • Es gilt der „verbindliche Acht-Count“. Der Ringrichter muss bei  jedem Knockout mindestens bis acht zählen.
  • Es gilt der „stehende 8-Count“ (Der Ringrichter hat das Recht, einen  Kämpfer als Knocked Out zu erklären, falls seine  Verfassung zu gefährlich für die Fortführung des Kampfes scheint.)
  • Ein Kämpfer kann nur in der letzten Runde von der „Glocke gerettet“  werden.

 

Entscheidungen

Folgende Entscheidungen können einen Kampf beenden:

  • Sieg durch Niederschlag - K.o. nur im Vollkontakt
  • Sieg durch Aufgabe eines Kampfes
  • Sieg durch Abbruch wegen technischer überlegenheit nur im Semikontakt wenn Trefferunterschied 10 Wertungspunkte beträgt.
  • Sieg durch Abbruch eines Kampfes wegen Kampf- oder Verteidigungsunfähigkeit oder sportlicher Unterlegenheit
  • Abbruch wegen Verletzung
  • Sieg durch Punktwertung
  • Sieg durch Disqualifikation des Gegners
  • Unentschieden darf im Turnier nicht gegeben werden. Es darf nur bei Einzel-, Freundschafts- oder Mannschaftskämpfen erfolgen.
  • Sieg durch Nichtantreten
  • Abbruch ohne Entscheidung, wenn der Kampf nicht mehr den Regeln entsprechend weitergeführt werden kann sowie infolge höherer Gewalt (schadhafter Ring, Ausfall der Beleuchtung, usw.)

Altersklassen

  • Herren sind alle Sportler, die das 18. Lebensjahr vollendet haben bis zur Vollendung des 40 Lebensjahres.
  • Damen sind alle Sportlerinnen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben bis zur Vollendung des 40 Lebensjahres.
  • Junioren sind alle männlichen Sportler, die das 16. Lebensjahr vollendet und das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben
  • Jugendliche im Semikontakt sind alle Sportler/Innen, die das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
  • Jugendliche im Leichtkontakt sind alle Sportler/Innen, die das 13. Lebensjahr vollendet und das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
  • Senioren sind diejenigen Sportler/Innen, die das 35. Lebensjahr vollendet haben bis zur Vollendung des 50. Lebensjahres. In dieser Altersklasse werden keine Meisterschaftskämpfe sondern nur noch Freundschaftskämpfe ausgetragen.

Kämpfer unter 18 Jahren dürfen an Turnieren nur mit schriftlicher Erlaubnis des Erziehungsberechtigten teilnehmen.

 

Gewichtsklassen

Semi- und Leichtkontakt:

Männer und Junioren:

  • Fliegengewicht bis 57,0 kg
  • Leichtgewicht bis 63,0 kg
  • Weltergewicht bis 69,0 kg
  • Halbmittelgewicht bis 74,0 kg
  • Mittelgewicht bis 79,0 kg
  • Halbschwergewicht bis 84,0 kg
  • Cruisergewicht bis 89,0 kg
  • Schwergewicht bis 94,0 kg
  • Superschwergewicht über 94,0 kg

Frauen:

  • Federgewicht bis 50,0 kg
  • Leichtgewicht bis 55,0 kg
  • Mittelgewicht bis 60,0 kg
  • Leichtschwergewicht bis 65,0 kg
  • Schwergewicht bis 70,0 kg
  • Superschwergewicht über 70,0 kg

Vollkontakt:

Männer und Junioren:

  • Fliegengewicht bis 51,0 kg
  • Bantamgewicht bis 54,0 kg
  • Federgewicht bis 57,0 kg
  • Leichtgewicht bis 60,0 kg
  • Halbweltergewicht bis 63,5 kg
  • <
  • Weltergewicht bis 67,0 kg
  • Halbmittelgewicht bis 71,0 kg
  • Mittelgewicht bis 75,0 kg
  • Halbschwergewicht bis 81,0 kg
  • Cruisergewicht bis 86,0 kg
  • Schwergewicht bis 91,0 kg
  • Superschwergewicht über 91,0 kg

Frauen:

  • Bantamgewicht bis 48,0 kg
  • Federgewicht bis 52,0 kg
  • Leichtgewicht bis 56,0 kg
  • Mittelgewicht bis 60,0 kg
  • Leichtschwergewicht bis 65,0 kg
  • Schwergewicht bis 70,0 kg
  • Superschwergewicht über 70,0 kg

In dem Jahr, in dem ein Sportler das 16. bzw. 18 Lebensjahr erreicht, ist dieser berechtigt noch in der zu Beginn des Jahres begonnenen Altersklasse weiter zu kämpfen. Der Kämpfer kann auch in der neuen Altersklasse starten, kann jedoch bei einem Turnier nicht in zwei verschiedenen Altersklassen antreten.

Ihr Kickbox-Team Karls Fightclub KICKBOXEN FREIBURG